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Kennzeichen > 1906 bis 1945 > Probefahrtkennzeichen


Deutschland sieht rot


Auf Vorschlag des Berliner Polizeipräsidenten wurden im Jahr 1910 spezielle Nummernschilder eingeführt, die Probe-, Test- sowie Überführungsfahrten dienen sollten. Mit einer solchen 'roten Nummer' war das jeweilige Fahrzeug auch zugleich versichert - die Schilder mussten nach endgültiger Zulassung an den Händler zurückgegeben werden, da man sie wiederverwendete.

Im Gegensatz zu normalen zivilen Kennzeichen waren die Probefahrtschilder mit komplett roter Schrift versehen. Die Nummern fingen ferner immer mit einer Null (0) an, also beispielsweise 'Th-020068' oder 'IA-0185'.

Eine Sonderregelung stellten Probefahrtschilder mit grüner Schrift dar, die von 1926 bis 1934 speziell für Kleinkrafträder genutzt, später aber wieder abgeschafft wurden - Man nutzte erneut die Schilder mit roter Schrift.

Probefahrt-Kennzeichen der Deutschen Reichsbahn (Direktion Berlin). (Privatsammlung)

Im Land Mecklenburg wurde dieses Probefahrt-Kennzeichen verwendet.
Der für das bloße Auge nur noch sehr schwer erkennbare Stempel auf dem Schild zeigt die Umschrift "Stadt Wesenberg". (Privatsammlung)


Grünes Probefahrt-Kennzeichen für Motorräder von 1926 bis 1934 (Amtshauptmannschaft Pirna, Sachsen). (ehem. Privatsammlung)