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Kennzeichen > 1948 bis 1956


Das einheitliche Kennzeichnungssystem in den Besatzungszonen


Anfang 1948 konnte sich in Deutschland ein Kennzeichnungssystem durchsetzen, das hinsichtlich der Machart und Farbgebung bundesweit einheitlich erkennbar war.


Die fortan gültigen Nummernschilder trugen einen schwarzen Untergrund sowie weiße Schrift.

Am linken Rand fanden sich anfangs zwei übereinander gestellte Buchstaben, wobei der obere die Besatzungszone angab (A = Amerikanisch, B = Britisch, F = Französisch, S = Sowjetisch) und der untere das Bundesland (z.B. "BR" für "Britisch Rheinland", "FW" für "Französisch Württemberg" oder "SL" für "Sowjetisch Sachsen / Leipzig").

Die folgende Zahl (im unteren Foto-Beispiel die "87") gab den Stadt- bzw. Landkreis an. In diesem Fall steht "BR 87" für "Britisch Rheinland, Landkreis Tecklenburg").

Der anschließende Nummernblock (hier "5575") war fortlaufend vergeben worden.

Dieses Besatzungszonen-Nummernschild von einem Motorrad trägt ein rotes Kunststoff-Siegel der Zulässungsbehörde des Landkreises Tecklenburg. (Privatsammlung)


Besatzungszonen-Nummernschild aus Aluminium (britische Zone Hamburg). (Privatsammlung)



Das Mindesthaltbarkeitsdatum


Im ersten Jahr des damaligen neuen Kennzeichen-Systems, 1948, war immer die Jahreszahl des Nummernschildes, also die "48", unter dem Bindestrich angegeben worden, weil man einst davon ausgegangen war, jedes Jahr neue Nummernschilder herauszugeben, wie es beispielsweise in den USA schon seit Jahrzehnten gängig war und nach wie vor gängig ist.
In den Folgejahren unterließ man dies, da eine derartige Regelung allein aus Material- und Kostengründen unmöglich schien.



Nummernmangel in den Besatzungszonen


Da bereits 1950, nur zwei Jahre nach Einführung des einheitlichen Systems, wegen der zahlreichen Fahrzeug-Registrierungen erste Nummern-Kontingente aufgebraucht waren, wurden Nummern ab dem 21. Mai 1950 sozusagen doppelt vergeben, wobei man einfach den Zonen-Buchstaben wegließ (in der amerikanischen Zone das "A").
Beispielsweise kann in Bayern sowohl die Nummer "AB 377-474", als auch "B 377-474" existiert haben!

Weiterhin wurde dies später auch in "Amerikanisch Hessen", "Amerikanisch Württemberg", "Britisch Niedersachsen" sowie "Britisch Rheinland" praktiziert.

Dieses PKW-Nummernschild aus dem bayerischen Landkreis Nabburg trägt lediglich den Bundeslandsbuchstaben "B" (für "Bayern") ohne Voranstellung des Zonenbuchstabens "A" ("Amerikanisch"). (Privatsammlung)


Nummernschild aus der britischen Zone Rheinland (Landkreis Lübbecke) ohne den Zonenbuchstaben "B" ("Britisch"). (Privatsammlung)





  • Die Kennzeichen-Kürzel
    Welche Unterscheidungszeichen hat es in der Zeit von 1948 bis 1956 in Deutschland gegeben? Hier finden Sie eine komplette Liste mit Fotos!

  • Probefahrtkennzeichen
    Auch in den Besatzungszonen gab es spezielle Nummernschilder für Probe- und Überführungsfahrten.