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Kennzeichen > BRD seit 1956 > DIN-Nummernschilder


DIN-Nummernschilder


Zum 01. Juli 1956 eingeführt, waren die DIN-Nummernschilder bis zu deren endgültiger Ablösung durch die EURO-Kennzeichen zum 01. November 2000 gängige Praxis zur Fahrzeug-Kennzeichnung in Deutschland. Benannt sind die Schilder nach dem Schriftsatz, in dem sie geprägt wurden: DIN 1451.

Der DIN-Schriftsatz in Mittel- und Engschrift


Es gibt sowohl eine normale Mittelschrift, als auch eine Engschrift, wenn der Platz auf der Platine für die komplette Nummer in Mittelschrift nicht ausreicht.

Dieses Nummernschild wurde komplett in Mittelschrift gepägt. (Privatsammlung)

Unzulässigerweise ist dagegen dieses Nummernschild in kompletter Engschrift gepägt worden, obwohl die Nummer auch in teilweiser Mittelschrift auf das Schild gepasst hätte. (Privatsammlung)



Von der optionalen Reflektorfolie zum allgemeinen Sicherheitsstandard


Während heutzutage - von Bundeswehr-Kennzeichen abgesehen - nur noch reflektierende Platinen zur Prägung von Nummernschildern verwendet werden dürfen, waren bis etwa 1970 ausschließlich nicht-reflektierende Nummernschilder im Einsatz.
Erst in der Zeit um 1970/1971 etablierten sich erste Techniken der Reflexionsmöglichkeit für Schilder, beispielsweise Reflektorfolien, die auf eine nicht-reflektierende Platine vor der Prägung des jeweiligen Nummernschildes geklebt werden konnten.
Ab dem 12. März 1971 waren diese reflektierenden Kennzeichen zulässig, allerdings anfangs für den Kunden, der sich Schilder prägen lassen wollte, mit einem Aufpreis verbunden.

Erst später führte die Firma UTSCH AG Platinen mit einer reflektierenden Oberfläche ein, so dass eine extra Folie nachträglich nicht mehr aufgeklebt werden musste.

Seit dem 29. September 1989 dürfen nur noch reflektierende Nummernschilder amtlich herausgegeben werden. Als Ausnahme bleiben Bundeswehr-Nummernschilder - taktisch begründet - weiterhin nicht-reflektierend.


"Verbotene" Buchstaben


Um leicht zu praktizierende Fälschungen präventiv zu vermeiden, waren und sind einige Buchstaben für die Erkennungsbuchstaben nach dem Bindestrich nicht zulässig: In der Anfangszeit des Jahres 1956, als die DIN-Kennzeichen eingeführt worden waren, durften die Buchstaben B, F, G, J, O und Q nicht herausgegeben werden, da ansonsten aus einem "F" leicht ein "E" hätte gemacht werden können, oder aus einem "O" ein "Q".
Zum 01. März 1957 jedoch wurde der "verbotene" Buchstabe "J" wieder zulässig und stattdessen das "I" wegen der Verwechslungsgefahr mit der Ziffer "1" gesperrt.

Allerdings waren in dieser Zeit schon einige Nummernschilder mit "I" hinter dem Strich herausgegeben worden, die zum Teil sogar heute noch an zugelassenen Kraftfahrzeugen zu finden sind.

Nummernschild aus dem ehemaligen Landkreis Saulgau mit dem "I" nach dem Bindestrich, ausgegeben zwischen Juli 1956 und Februar 1957. (Privatsammlung)

Nummernschild aus dem ehemaligen Landkreis Leonberg mit dem "I" nach dem Bindestrich, ausgegeben zwischen Juli 1956 und Februar 1957. (Privatsammlung)

Auch im ehemaligen Landkreis Geilenkirchen-Heinsberg wurden von 1956 bis 1957 Kennzeichen mit dem "I" zugeteilt, wie dieses Motorrad-Nummernschild zeigt. (Privatsammlung)


Auf Grund der Tatsache, dass das Kontingent an freien Nummern für die Zulassungsstellen umfangreich genug bleiben sollte, gab man zum 12. August 1992 die Buchstaben B, F und G frei, um neue Kombinationsmöglichkeiten zu erhalten.

Erst mit den eingeführten EURO-Kennzeichen in Verbindung mit der FE-Schrift (fälschungserschwerend!) wurden zum 01. August 2000 auch die "bedenklichen" Buchstaben I, O sowie Q zulässig.

Allerdings haben in dieser Zeit zwischen dem 01. August und 01. November 2000 einige Zulassungsbehörden auch DIN-Nummernschilder abgesiegelt, die die Buchstaben I, O oder Q in ihrer Nummer trugen, obwohl diese Buchstaben eigentlich NUR auf EURO-Nummernschildern auftauchen sollten.


Zwei Beispiele für DIN-Nummernschilder, die unzulässig nach dem Bindestrich die Buchstaben I bzw. O im Kennzeichen tragen. (Privatsammlung)



Das Ende des DIN-Nummernschildes


Seit dem 01. November 2000 dürfen für Neuanmeldungen nur noch EURO-Nummernschilder herausgegeben werden, wodurch auch das vorläufige Ende der DIN-Nummernschilder eingeläutet wurde.

Einige Zulassungsbehörden siegeln mittlerweile sogar im Falle einfacher Wieder-Inbetriebnahmen oder ähnlicher Vorgänge keine alten DIN-Schilder mehr ab, sondern nur noch EURO-Platinen.