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Kennzeichen > BRD seit 1956 > Kurzzeit-Kennzeichen (04er)


Das rote Kurzzeit-Kennzeichen (04er)


Mit den normalen DIN-Kennzeichen zum 01. Juli 1956 waren auch wieder rote Überführungs- und Probefahrt-Nummernschilder eingeführt worden. Diese trugen rot auf weiß das Unterscheidungszeichen des jeweiligen Stadt- bzw. Landkreises und daraufhin (nach einem Bindestrich) eine bis zu sechsstellige Nummer, die grundsätzlich mit "04" begann.

Dieses Kennzeichen wurde von der Zulassungsbehörde für Überführungsfahrten kurzzeitig ausgegeben und musste nach Nutzungsende wieder dort abgegeben werden. (Privatsammlung)


Zu unterscheiden sind hierbei die roten "04er"-Kennzeichen, die für Auto-Händler zu Probefahrt-Zwecken ausgegeben worden waren, und diejenigen, die bei der Zulassungsbehörde von Privatpersonen für Überführungsfahrten kurzzeitig "ausgeliehen" werden konnten.
Ende der 1980er Jahre wurde für Händler das eigene rote "06er"-Kennzeichen eingeführt, so dass die "04er" nur noch bei Zulassungsstellen (für Überführungen seitens Privatpersonen) vorlagen.

Auch als Magnet-Schilder gab es die roten Kennzeichen. Dies ist z.B. dann sinnvoll, wenn das zu überführende Fahrzeug baulich bedingt im Frontbereich keine Nummernschild-Halterung vorweisen kann. Bei ausländischen Autos ist das bisweilen der Fall. (Privatsammlung)


Gibt eine Zulassungsstelle für die Stadt und den Landkreis dasselbe Unterscheidungszeichen aus, dann wurde auch bei Probefahrtkennzeichen oftmals differenziert.
Dies lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Jeweils von kleinen Ausnahmen abgesehen gibt die Landeshauptstadt Schwerin Kennzeichen von "SN-AA 1" bis "SN-ZZ 999" aus, der ehemalige Landkreis Schwerin verteilte die Nummern von "SN-A 1" bis "SN-Z 999". Dieser Landkreis gehört heute u.a. zu dem Landkreis Parchim und ist damit auslaufend. Die Landeshauptstadt Schwerin vergab auch die roten Kurzzeit-Nummernschilder "SN-04000" bis "SN-04999", der Landkreis dagegen "SN-0400" bis "SN-0499".

Für kurze Zeit (01.05.1998 bis 31.10.2000) gab es die roten Kurzzeit-Kennzeichen auch als EURO-Schilder. Das abgebildete Exemplar fand im ehemaligen Landkreis Aschersleben-Staßfurt Verwendung. (Privatsammlung)



Seit 1998: Das "5-Tage-Kennzeichen"


Diese roten Kurzzeit-Nummernschilder wurden zur Überführung eines Fahrzeuges für einen begrenzten Zeitraum von der Zulassungsstelle bereitgestellt und mussten anschließend wieder per Post zurückgeschickt oder direkt abgegeben werden.

Da dies jedoch viele Fahrzeughalter nicht taten und trotz Versäumnis-Gebühren von damals 20 DM sowie Androhung weiterer Maßnahmen auch ab und zu rote Nummernschilder verschwanden, führte man zum 01. Mai 1998 so genannte "5-Tage-" oder "Kurzzeit-Kennzeichen" ein, die der einmaligen Überführung eines bestimmten Fahrzeuges dienen und anschließend entsorgt werden können, da sie nach Ablauf des Gültigkeitsdatums, das auf dem Nummernschild eingeprägt ist, ungültig sind.

Diese neuen Nummernschilder sind ausschließlich in schwarzer FE-Schrift auf weißem Grund gehalten und tragen am rechten Rand ein gelb unterlegtes Feld, das in schwarzer Schrift das genaue Ablaufdatum zeigt.

Der Nummernaufbau dieser Kennzeichen ist dem der roten Vorgänger gleich: Nach dem Unterscheidungszeichen des Stadt- oder Landkreises folgt eine bis zu sechsstellige Ziffernfolge, die immer mit "04..." bzw. (seit dem 01.03.2007) mit "03..." beginnt.

Kurzzeit-Kennzeichen aus dem Saarpfalz-Kreis (Ablaufdatum "24.03.08"). (Privatsammlung)


Die Zulassungsplakette ist optisch in der alten Machart der 35-mm-Zulassungssiegel gehalten, zeigt das jeweilige Dienstsiegel der Zulassungsstelle, hält sich allerdings farblich komplett in blau.

Kurzzeit-Kennzeichen aus dem Landkreis Göppingen (Ablaufdatum "15.09.06"). (Privatsammlung)

Nahaufnahme des blauen Zulassungssiegels. In diesem Fall handelt es sich um eine Kunststoffplakette, die in einen Metalltopf gesteckt wird. (Privatsammlung)