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"H-Kennzeichen"


Bereits seit dem 23. Juli 1997 können Oldtimer, deren Alter 30 Jahre übersteigt und die sich außerdem in möglichst originalem Zustand befinden, eine spezielle "H-Zulassung" beantragen, was zum Teil deutliche Steuervergünstigungen mit sich führt.
Natürlich ist eine vorherige Prüfung des Fahrzeuges durch einen Sachverständigen nötig.

Diese historischen Nummernschilder tragen normalerweise die alte Kennzeichennummer des Fahrzeuges weiter, jedoch ergänzt um ein "H".

Ein H-Kennzeichen aus dem Alt-Landkreis Sternberg. (Privatsammlung)


Ist das jeweilige Fahrzeug vor dem 01. Juli 1969 erstmals zugelassen worden, entfällt die ansonsten nötige Abgas-Untersuchung, die durch eine sechseckige Plakette am vorderen Nummernschild signalisiert wird.

Kraftfahrzeuge dürfen auf einzeiligen Nummernschildern maximal sieben Buchstaben und Zahlen tragen, da ansonsten der Platz wegen der Ergänzung um den erforderlichen Buchstaben "H" nicht ausreicht.
Bei zweizeiligen Nummernschildern ist diese Regelung nicht zwingend erforderlich. Außerdem dürfen "H-Kennzeichen" genau wie Saison-Schilder nur in EURO-Machart gefertigt sein und nicht in der alten DIN-Ausführung!

Sogar Behörden-Kennzeichen gibt es in der "H"-Ausführung. Das abgebildete Schild befindet sich an dem historischen Schleswig-Holsteiner "Polizei-Käfer"! (Fotoarchiv)

Ein Diplomat der schweizerischen Botschaft in Deutschland hat seinen Oldtimer sogar mit entsprechender "H"-Zulassung auf einem Diplomaten-Kennzeichen zugelassen. (Fotoarchiv)




Rote "07er"-Kennzeichen


Ferner gibt es seit dem 15. September 1994 auch eine andere Möglichkeit der speziellen Oldtimer-Zulassung, wobei diese vor allem für Personen günstig ist, die mehrere alte Fahrzeuge besitzen und diese beispielsweise zu Oldtimer-Treffen, Sternenfahrten, Rallys oder Probefahrten bewegen möchten: Das rote "07er"-Wechsel-Nummernschild.

Das abgebildete "07er"-EURO-Nummernschild wurde in der Stadt Erlangen zugeteilt. (Privatsammlung)


Dieses ähnelt hinsichtlich des Aussehens sehr stark den ehemaligen roten "04er"-Kurzzeit- bzw. den bis heute gültigen "06er"-Händler-Kennzeichen: Die Schrift ist genau wie der Rand rot und auf weißer Platine geprägt.
Die Nummer setzt sich aus dem Unterscheidungszeichen sowie einer darauffolgenden Nummerngruppe zusammen, die mit "07" beginnt und insgesamt zwischen drei bis sechs Stellen haben kann.

Der Vorteil dieses Kennzeichens ist, dass es sich um eine halter- und nicht fahrzeug- gebundene Zulassung handelt, d.h. der Halter kann die Schilder beliebig für seine Oldtimer, die allerdings mindestens 30 Jahre alt sein müssen, verwenden.

Die Steuer ist pauschal: Für PKW beträgt sie 191 EUR, für Zweiräder 46 EUR.

Der Unterschied zum oben genannten "H-Nummernschild" ist allerdings, dass das Kennzeichen nicht für den täglichen Gebrauch bestimmt ist, sondern nur zu Treffen, Sternfahrten, Überführungsfahrten oder Werkstattbesuchen genutzt werden darf.

Oldtimer-Nummernschild in der "US-Größe". (Privatsammlung)