www.AutoTeiledirekt.de/automarke.html
Allgemeines

Kennzeichen

Die Forschung

Besucher-Zähler

Letztes Update
Kennzeichen > BRD seit 1956 > Kennzeichen von Bundeswehr und NATO


Kennzeichen der Bundeswehr


Zusammen mit den normalen zivilen Nummernschildern waren auch die Schilder der Bundeswehr eingeführt worden.
Das Unterscheidungszeichen derer lautet "Y".

Die Maße entsprechen denen der Standard-Vorgaben (z.B. 520 x 110 mm für ein normales einzeiliges Schild), hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes gibt es jedoch einige Abweichungen von den normalen Fahrzeug-Nummernschildern.

So sind die Platinen der Bundeswehrkennzeichen aus taktischen Absichten grundsätzlich nicht-reflektierend und am linken Rand-Bereich der Schilder befindet sich die deutsche Flagge (schwarz-rot-gold)

Die "Y"-Nummernschilder aus den 1950er sowie 1960er Jahren trugen Zulassungsmarken in Form von Bakelitsiegeln oder später auch silbernen bzw. weißen Klebeplaketten, auf denen die jeweilige Bundeswehr-Zulassungsstelle vermerkt war.

Dieses "Y"-Nummernschild ist ein sehr altes Exemplar aus den 1950er Jahren. Interessant ist das Bakelit-Siegel und die Tatsache, dass das Schild nicht geprägt, sondern bedruckt wurde! (Privatsammlung)


Nahaufnahmen des oben gezeigten Bundeswehr-Nummernschildes



Bereits seit einigen Jahrzehnten wird der Bundeswehr-Fuhrpark zentral verwaltet: Vor wenigen Jahren zog die ZMK (Zentrale Militärkraftfahrstelle) von Düsseldorf nach Mönchengladbach um.

Diese Tatsache schlägt sich auch auf den Zulassungssiegeln der "Y"-Schilder nieder: Seit Anfang der 1990er Jahre tragen alle Schilder entsprechende Plaketten mit dem Bundesadler und der Umschrift "Bundeswehr Zulassungsstelle". Dieses Siegel wird zudem in die Schilder eingebrannt, ein Ablösen ist dadurch unmöglich.
Weiteres fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal: Auf der Rückseite jeder aktuellen Bundeswehr-Nummernschildplatine befindet sich eine nochmalige kleine Einstanzung des Bundeswehr-Siegels!

Dies ist ein aktuelles Bundeswehr-Kennzeichenschild, wie es auch heute noch Verwendung findet.


Ein genauerer Blick auf die beiden Seiten des Schildes offenbart zum einen das rückwärtig eingeprägte Bundeswehr-Siegel und zum anderen die eingebrannte Zulassungsplakette auf der Vorderseite.



Die Schriftart, in der die Nummernschilder geprägt werden, ist immer die DIN-1451, d.h. auch nach Einführung der neuen EURO-Kennzeichen blieben die alt bewährte Regelungen für die Gestaltung von Bundeswehr-Nummernschildern erhalten.

Prüfplaketten (HU / AU) werden auf "Y"-Schilder grundsätzlich nicht geklebt, da das Untersuchungsverfahren der Bundeswehr-Fahrzeuge sowieso intern geregelt und vollzogen wird. Ein Nachweis der erfolgreichen Überprüfung ist somit nicht nötig.


Neben den gängigen einzeiligen "Y"-Schildern für PKW, LKW und Panzer, die meist eine aus sechs Ziffern bestehende Zahl tragen, gibt es auch Kennzeichen für Kräder und Mofas.

Im Kleinstformat wurden Bundeswehr-Nummernschilder auch für Mofas zugeteilt. (Privatsammlung)



Darüber hinaus werden eigene rote Schilder zu Probefahrt- und Überführungszwecken genutzt. Diese Schilder beginnen mit "Y-04..." und "Y-06...".


Auch kurz-nummerige Bundeswehr-Nummernschilder existieren. So lautet das repräsentative Kennzeichen des Wehrbeauftragten der deutschen Bundeswehr "Y-1".

Bundeswehr-Schilder mit lediglich drei Ziffern nach dem Trennstrich werden vor allem in den USA und Kanada genutzt.

Dieses "Y"-Kennzeichen lief mit dreistelliger Nummer in Kanada. (Privatsammlung)




Kennzeichen der NATO


Fahrzeuge der NATO-Hauptquartiere erhalten Nummernschilder mit dem Unterscheidungszeichen "X", woraufhin eine aus vier Ziffern bestehende Zahl folgt.

Diese Schilder sind auf normalen Platinen geprägt, tragen wie "Y"-Nummernschilder ausschließlich die DIN-Schrift, haben aber keine Deutschland-Flagge auf der Platine und reflektieren mittlerweile häufig.
Außerdem wird für diese Fahrzeuge ganz normal das jeweils gültige Prüfsiegel der Haupt- und Abgasuntersuchung (HU / AU) geklebt.

Ein NATO-Kennzeichen in der gängigen Ausführung.


Ein weiteres gemeinsames Merkmal mit den heutigen "Y"-Nummernschildern: Das einheitliche Zulassungssiegel "Bundeswehr Zulassungsstelle" mit Bundesadler, das auf der Vorderseite eingebrannt und auf der Rückseite eingestanzt wird.